FBiG - Freibetrag für investierte Gewinne

Seit der Veranlagung 2007 können Einnahmen/Ausgaben-Rechner jährlich 10 % Ihres Gewinnes - höchstens jedoch € 100.000 - gewinnmindernd geltend machen. Dieser Freibetrag für investierte Gewinne reduziert die Einkünfte und damit die Steuerlast. Vorausgesetzt allerdings, Sie haben im jeweiligen Gewinnjahr Investitionen in neue abnutzbare körperliche Anlagen oder begünstigte Wertpapiere getätigt.

Im Zuge der Steuerreform 2009 wird dieser Freibetrag für investierte Gewinne (kurz „FBiG“) in Gewinnfreibetrag umbenannt und der Anwendungsbereich auch auf “Bilanzierer” und der Höhe nach ausgedehnt. Die Änderungen treten ab der Veranlagung 2010 in Kraft.

Was ist neu ab 2010?

Konkret wird der Gewinnfreibetrag ab 2010 von 10 % auf 13 % der Bemessungsgrundlage angehoben und auf alle betrieblichen Einkunfts- und Gewinnermittlungsarten - also auch auf bilanzierende Unternehmer - ausgeweitet. Somit kommen zukünftig alle natürlichen Personen mit betrieblichen Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft, aus selbständiger Arbeit und aus Gewerbebetrieb in den
Genuss dieses Freibetrages. Ausgenommen sind daher z. B. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung.

Der Freibetrag ist auch zukünftig mit max. € 100.000 pro Veranlagungsjahr und Steuerpflichtigen begrenzt. Somit sind Gewinne bis insgesamt ca. € 769.230 von dieser Begünstigung umfasst.

Der neu ausgestaltete Gewinnfreibetrag setzt sich aus einem Grundfreibetrag und einem allenfalls geltend machbaren investitionsbedingten Gewinnfreibetrag zusammen.